http://www.csv.ica.uni-stuttgart.de/vrml/vielepolygone/
Eine wichtige Grösse bei der Echtzeit 3D Darstellung ist die Anzahl der Polygone. Übersteigt die Anzahl der Polygone die Möglichkeiten der Graphikkarte, fangen zum Beispiel Animationen an zu Ruckeln.
Mit dem statische 3D-Modeller "wings3D" lässt sich sehr einfach
Sinn und Unsinn hoher Polygonzahlen zeigen.
Starten Sie "wings3D" und drücken Sie die rechte Maustaste.
Da jetzt nichts selektiert ist, erscheint eine Auswahl, um neue
Objekte zu erstellen. Wälen Sie z.b. "Sphere" für eine
Kugel.
Klicken Sie einige Flächen an, drücken Sie die rechte Maustaste
und benutzen Sie Extrude -> Normal um diese Flächen
aus der Kugel herauszuziehen.
Schalten Sie jetzt auf Operationen für Gesamtobjekt um, indem Sie
auf die komplett rote Pyramide umschalten. Benutzen Sie "smooth" um
die Flächen so aufzuteilen, dass Kanten verrundet werden.
Exportieren Sie das Ergebnis mit dem Menüpunkt
File -> Export -> VRML 2.0 (.wrl) in ein VRML-File.
Lassen Sie das wings3D Fenster weiterhin geöffnet.
Öffnen Sie die VRML Datei im VRML Editor "white_dune".
Das Objekt sieht dabei sehr kantig aus.
Über die Veränderung des Felds "creaseAngle" lassen sich
in VRML Kanten über die Normalenrichtung verwischen, ohne die
Polygonzahl zu erhöhen. Ist der Winkel zwischen 2 Polygonen
kleiner als der Wert von "creaseAngle", wird die entsprechende
Kante verwischt (Winkel werden in VRML zwischen 0 und 2*PI amgegeben).
Wiederholen Sie jetzt die "smooth" Operationen und exportieren Sie
jeweils ein VRML file.
Wiederholte "smooth" Operation führen sehr schnell zu sehr hohen
Polygonzahlen.
Vergleichen Sie, ob sich weitere "smooth" Operationen in "Wings3D"
im Vergleich zu erhöhten "creaseAngle" Werten im VRML file
noch lohnen, wobei Sie auch die für eine Webseite wichtige
Filegrösse und das Ruckeln bei Navigation im VRML browser
(File -> Preview in white_dune) in Betracht ziehen sollten.